Trends und Prognosen

Trends werden
von Menschen gemacht.

trendquest erforscht sichtbare Auswirkungen des gesellschaftlichen Unterbewusstseins wie auch die grundlegenden Motivationen.

Wir wissen: Was die Menschen bewegt, bewegt auch Gesellschaft und Wirtschaft.
 

100+ Trends = 100+ Dynamiken

 

In einer zunehmend in Echtzeit vernetzten Welt geschehen Entwicklungen in zunehmend radikaler Dynamik. Diese Entwicklung erleben wir aktuell - und ebenfalls in Echtzeit. Die von trendquest entwickelte Methode der Sozio-Ökonomischen Forschung bringt dazu sichere Ergebnisse und Prognosen.

 

 

Trends

Das weibliche Jahrhundert – Weibliche Prinzipien in Werten, Kommunikation und Strukturen. Anzeichen sichtbar in Kultur, Musik, Mode, Wirtschaft und Politik

Wir statt ich - Gemeinschaft vor Individuum – Sharing, Gemeinschaftswerte, Gruppen-Werte und -Dynamiken als Wirtschafts- und Gesellschafts-Treiber

Sharing Society - Gemeinsam sind wir stark - und leben günstiger. Die Mischung aus dem Bedürfnis nach Wir und einem Bedarf nachhaltig günstigen Konsums fördert Nutzung statt Besitz. Gemeinsames Sharing, Leasing und Mieten von Produkten, Orten, Wissen etc. sind die Folgen

Adels-Romantik - im Zuge des Bedürfnisses nach Sicherheit und Orientierung, Authentizität und "echten" Werten entsteht die schleichende romantische Idealisierung und Idolisierung von Führungspersonen. Ideale Projektionsfläche hierfür: Prominente Personen mit adliger Abstammung.

Megatrend Open Privacy – Zwischen Open Source Privacy und "transparenter Privatsphäre". Menschen leben freiwillig gesteuerte Transparenz der Privatsphäre. Ebenfalls wird Transparenz erwartet von Unternehmen bis Politik.
 
Die Marke ist dein Freund – Distanz der Unternehmen zum Kunden wird ersetzt durch gleichberechtigten Dialog. Marken und Unternehmen befinden sich auf Augenhöhe mit ihren Zielgruppen.

Leben, Kaufen, Freizeit: Regional und National – die Deutschen wie auch ihre Nachbarn entdecken ein neues Selbst-Bewusstsein. Völker und Gesellschaften orientieren sich im internatiuonalen Konkurrenzkampf auf eigene Stärken und Werte

Metatrend Neue Klassik: Sicherheit, Orientierung, Stabilität sind die Treiber einer breiten Romantisierung der Vergangenheit (Mode und Kultur zitieren 1920er-40er Jahre, Arbeiterklassen- und Monarchiesymbolik), Politik wird konservativer, Rückgang demokratischer Prinzipien, Militarisierung der Gesellschaft, Gruppenzusammenhalt und Klassenkampf, National- bis Regionalbewusstsein, Bedürfnis nach Authentizität und "echten" Werten, Idealisierung und Idolisierung von Führungspersonen, Adels-Romantik

Der neue alte Archetyp Mann: Hut, Bartmode, Anzug, konservativität, Gentleman und autentischer Kerl

Authentizität statt Oberfläche - Bio-Food bis Strick-Mode, Landhausstil bis Handwerks-Urlaub, etc.

Burlesque en Vogue, Stilmittel und Lebensstil der 20er Jahre (Roaring Twenties) bis Post-War-Ära (1945-‘50er)

Wohn-Design Fin de Siècle
Florale Muster, Stilzitate 1870, Barock zitierend, Post-War-Ära (1945 bis 50er)

"Romantischer Rückzug aufs Land"
Landhausstil, Garten- und Landlust-Revival

Kolonialstil- und Afrika-Indien-Romantik - ab 2011-2018. Trend-Treiber: Authentizität, Echtheit, philosophische bis spirituelle Vorbilder

Die Multiple Politik - Hierarchien vs. Crowd Source
Parteienlandschaft fokussiert sich auf Extreme: Idealisierung, Klassenkampf, Aufsplitterung, kleine Parteien und Allianzen (z.B. Occupy-Bewegung, Peto Partei, Piratenpartei)

Religion und religöse Idolisierung (z.B: Steve Jobs/Apple, Papst, Dalai Lama, Guttenberg) als Sinn-Ersatz und Orientierung - Schutz, Sicherheit, Konfliktgeladen

Spiritual Values - Spiritualisierung von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft

Megatrend Individual Custom Products sowie App-Prinzip - Mass-Customization wird Multiple Individual Customization. Serien-Produkte werden durch vernetzte Technologien multipel konfigurierbar, z.B. im Sinne des App-Prinzips.

Megatrend Open Source Products - Soziale Vernetzung sowie zunehmend hochwertigere Rapid-Prototyping-Technologien ("3D-Printer") ermöglichen die Produktion von Produkten des täglichen Gebrauchs wie auch technischer Geräte etc. (z.B. Auto) durch Kleinunternehmen und vernetzte Teams.
Für herkömmliche Hersteller und Industrien entsteht teils Konkurrenz teils neue Märkte.

Automatic Graphik-Design & Publishing - Werbemittel lassen sich software-automatisiert erstellen. Standard-Layout- und Design-Aufgaben werden von lokal- und  webserverbasierter Software übernommen.

Social Sells - Sozialkompetenz als Währung ergänzt    Finanzwährungen

Social Value - Soziale Werte sind notwendige Grundlage für gesellschaftliche bis politische Anerkennung

Organisch vernetzt - flexibel vernetzte Unternehmen und Branchen ersetzen hierarchische Branchen und Geschäftsmodelle

Female Principle

Trendinfo: Das weibliche Jahrhundert: Weibliche Prinzipien in Werten, Kommunikation und Strukturen, Wirkung auf Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Konsum, Kultur. Als Megatrend erstmal von trendquest fokussiert ca. 2004. Sichtbares Erstarken des Megatrends ab ca. 2010 für mehrere Generationen.

Das "Weibliche Jahrhundert" hat begonnen.
Weibliche Prinzipien etablieren sich in sehr vielen Bereichen des täglichen Lebens, in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Weibliche Prinzipien in Werten, Kommunikation und Strukturen bedeuten folgende Tendenzen ...

  • mehr Kommunikation - weniger Konkurrenz
  • mehr Vernetzung - weniger Alleingänge
  • mehr Gemeinschaft - weniger Seilschaft
  • mehr Sinn für Belange der gesamten Gruppe - weniger ich-Fokussierung
  • mehr Gemeinschafts-Verpflichtung und auch -Druck - weniger Individualität
  • mehr Nachhaltigkeit in Zielen und Plänen - weniger kurzfristige Ziele
  • mehr Rücksicht - weniger Kurzsicht
  • mehr flachere horizontale und flexible Hierarchien - weniger vertikale starre hohe Hierachien
  • mehr Flexibilität - weniger Posten- und Claim-Denken
  • mehr grenzenübergreifendes Prinzipien - weniger Territorial-Denken
  • mehr Zeit für Entscheidungen - weniger Schnell-Schüsse
  • multiple vernetzte Kulturen statt Monokulturen
  • mehr basisvernetztes und besetzendes Handeln (Erde) für die eigene Gemeinschaft - weniger hitzige Aktionen (Feuer) ohne langfristige positive Effekte
  • und einiges mehr an relevanten Einzelfaktoren ...

 

Anzeichen sichtbar in Kultur, Musik, Mode, Beruf, Familie, Lebensform und -Zielen, Wirtschaft und Politik...

Das weibliche Prinzip ist ein ursprüngliches Prinzip der Selbstorganisation, wie wir es bereits in Biologie, Soziobiologie und Physik finden. Es gilt und wirkt für kleine Gemeinschaften und Gruppen wie auch bei großen Gruppen untereinander inklusive der Bildung untereinander vernetzter Kleingruppen.

 

The Female Principle - Warum gerade jetzt?

Die Menschheit befindet sich im Grunde genommen bereits seit längerem auf dem Weg in das "weibliche Jahrhundert". Die alten Prinzipien in Wirtschaft bis Gesellschaft von Konkurrenz bis hin zu de starren Hierarchien sind überholt. Sie können in ihren Bereichen zwar hoch spezialisiert sein (Vergleich Wald und Holzanbau: Mono-Kultur vs Mischwald), sind jedoch überfordert bei zuviel Veränderungsdruck von außen.

Vereinfacht gesagt: Es sind die männlichen Prinzipien aus Abgrenzung, Wettbewerb, Konkurrenz und Spezialisierung, die zu Alleingängen und nflexiblen Handlungsweisen und Organisatonsstrukturen geführt haben. Die Folgen sind im Jahr 2011 auf breiter Ebene sichtbar - sei es in Finanzwelt und Wirtschaft (Wirtschafts- und Finanzkrise 2008, 2011 und folgend) sei es in der Politik (Verluste der alten Parteien gegenüber neuen Politikmodellen wie z.B. die Occupy-Bewegung, Revolutionen gegen alte Regime und Kasten wie im arabischen Raum aber auch in Europa, USA, Cina, Russland und anderen Ländern).

Beide Prinzipien haben ihre Berechtigung - denn sowohl vernetztes und übergreifendes nachhaltiges Denken und Handeln als hohe Spezialisierungen sind gefragt für eine positive gemeinsame Welt.

Hier findet der zunehmend sichtbare Ausgleich statt.

Prognose: Bis dieser Ausgleich komplett erreicht ist, wird es jedoch vermutlich noch 2-3 Generationen brauchen. Wir befinden uns in der ersten Übergangsphase inklusive der zu erwartenden Konflikte bei zunehmend sichtbarer werdenden Erfolgen des weiblichen Prinzips. Der Wechsel von dem einen grundsätzlichen Organisationssystem zu einem anderen grundsätzlichen Organisationssystem - gerade von unflexibel zu flexibel - ist nicht ohne Konflikte. Es ist an uns, die wir diesen Wandel miterleben, ihn gemeinschaftlich und möglichst positiv zu steuern.

 

Einige wenige Beispiele aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik:

  • Neue Familien-Modelle - Menschen bevorzugen zunehmend Familien- und Wohnmodelle, die Synergien nutzen und mehrere Generationen integrieren. Das Modell der Familie ist nicht mehr auf die direkte Blutsverwandschaft beschränkt.*
  • manomama - Augsburger Unternehmen, das auf allen Ebenen komplett nachhaltig und ökologisch produzierte Mode-Kleidung anbietet. Gegründet von Sina Trinkwalder.
  • Digital Media Women - wie der Name sagt Hamburger Vereinigung und Gruppe aktiver Frauen aus dem Umfeld Medien und Social Media bis hin zu weiteren Bereichen der Wirtschaft mit gemeinsamen Zielen für Gesellschaft und Wirtschaft
  • Occupy-Bewegung - politisch zunehmend einflussreichere vernetzte Effizienz mit Fokus auf wenig Hierarchien
  • Anonymous - eine Hacker- und Cracker-Bewegung ohne Kern und nur verbunden durch gemeinsame ideale und Visionen
  • Zunahme von Aspekten der Wellness, Ganzheitlichkeit, Spiritualität und Nachhaltigkeitsprinzipien für breite Bereiche von Produkt bis Lebensstil bis Arbeit und Beruf bis hin zur Unternehmensführung
  • Coworking bis Open Work Spaces - Veränderung der Berufs- und Arbeitsmodelle; Entstehen neuer vernetzter Unternehmensformen (z.B. Coworking Spaces)
  • Gemeinschaftliche Koordinierung, Organisation und Durchführung von Zielen: Crowdsourcing, Crowd Financing, etc.
  • BarCamp bis Open Space - Konferenzen die selbstorganisierend funktionieren und nachhaltige neue Ideen und handfeste Ergebnisse bringen
  • und vieles mehr...

 

*siehe auch kommende trendquest-Studie zur neuen Familie "Familie 3.0"

Fluid Economy

Wirtschaft wirkt mehr und mehr organisch vernetzten flexiblen und fluiden Netzwerken. Derart flexibel vernetzte Unternehmen und Branchen sind reaktionsschneller als hierarchische Unternehmens-, Branchen und Geschäftsmodelle und ersetzen diese in weiten Bereichen.

Selbstverständlich haben diese streng hierarchisch aufgebauten Unternehmensstrukturen nach wie vor ihre Berechtigung, jedoch im Anforderungsbereich hochspezialisierter Leistung.

Individual Products

Der Megatrend Individual Custom Products und Personal Products sowie das App-Prinzip sind wichtige Faktoren für Wirtschaft und Konsum - Die bekannte Mass Customization wird zur Multiple Individual Customization.
Serien-Produkte werden durch vernetzte Technologien multipel konfigurierbar, z.B. im Sinne des App-Prinzips.

Militär en Vogue

Sir, Yes, Sir!

... Fashion, Economy, Gesellschaft und Politik: Militär im Trend? Ja und dies durchaus auf breiter Ebene. Eine langfristig und nachhaltig wirkende Grundströmung bildet sich ab - mit Folgen nicht nur für die Mode sondern auch für das gesellschaftliche und demokratische Selbstverständnis.

In zunehmendem Maße sichtbar: Eine Militaire-Affaire von Gesellschaft, Kultur und Politik. Das alte "Ham Se jedient?!" aus der Kaiserzeit des beginnenden 20. Jahrhunderts findet sein aktueller werdendes Äquivalent in der heutigen und kommenden Gesellschaft.

Militär-Dienst gilt als Qualitäts-Garantie und militärische Einstellung, Handeln und Denken werden zunehmend auch in Wirtschaft und Politik als "kriegsentscheidende" Vorteile angesehen.

Krieg führen möchte zwar niemand, dennoch scheinen Militär-Stile en vogue und Politik der Abgrenzung (diplomatisch bis agressiv) wird zunehmend akzeptiert...

 

Prognose eingetroffen: Die von trendquest im Jahr 2004 im Rahmen der Studie zum Metatrend Neue Klassik prognostizierte zunehmende Affinität zum Militär ist damit auf breiter Ebene verifiziert.

Fashion: Im globalen Maße zitieren Mode-Marken Militärkleidung in allen Nuancen, von 40er-Jahre-Outfits bis hin zu russischen und zentraleuropäischen Militär-Kleidungsstilen ca. Ende 1890 bis Jahrhundertwende und in den ersten Weltkrieg - bis hin zu den mehr funktionsorientierten MIlitärstilen des 20. Jahrhunderts.

Economy: Und auch die Wirtschaft zieht nach: Das Militär als die Kaderschmiede und "Schule der Nation" ist wieder en vogue. «Privatversicherer setzen in der Kaderausbildung auf militärische Führungsausbildung» so lud der Schweizer Versicherungsverband ein1.

Medien: Das TV unterhält mit BootCamp-Shows diverser Couleur, Presse und Fashion-Medien werben mit "Military Precision", "Trendy Kampfgefecht", "Marching Orders" und "Fashion goes Regimental"... etc. Kommentatoren stehen dem nicht nach: "The military trend is HOT!! i love it<3 ", "love ♥ it...", "my wife loves it....." ... etc.

Was sind die Ursachen für diese zunehmende Militarisierung der Gesellschaft?

Das Bedürfnis nach Sicherheit, Orientierung und Stabilität (Basis für den Metatrend Neue Klassik) ist auch einer der Treiber für das Wachstum der zunehmenden Militarisierung. Damit verbundene starke Ursache ist die für die Menschen spürbare Überbevölkerung, regionale bis globale Unsicherheiten und das wachsende Konkurrenzverhalten der Staaten und politischen Bündnisse.

Waffen für den Frieden - gesellschaftliche Akzeptanz
Vor diesem Hintergrund wird die öffentliche Akzeptanz einer zwar rhetorisch und psychologisch gut gemachten Rede des obersten niederländischen Militärs auf der eigentlich renommierten TED-Konferenz verständlich: Das Militär ist in der intellektuellen Gesellschaft angekommen und akzeptiert. Sogar, wenn ein hoher Militär-Vertreter seine Waffe und seine Soldaten als Friedenswerkzeug präsentiert.

Wo geht diese Entwicklung hin? Was bedeutet dies für kommende Märkte und Lebensstile, für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik?

 

Militär ist nachhaltig im Trend und dieser Trend zeigt Auswirkungen auf breiter Basis.
Sollten Sie den Trend umsetzen oder vermeiden?

trendquest bietet Antworten und Umsetzungsmodelle.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wir zeigen Ihnen die davon betroffenen Einzeltrends und Mikrotrends auf für Ihre Zielgruppen und Produkte. Wie gehen Sie mit dem Trend um, wie nutzen Sie die Hintergrund-Motive und unterbewussten Bewegründe? Was tun Sie, wenn Sie z.B: ganz besonders Wert darauf legen, nicht militaristisch aufzutreten oder zu werden? Wir liefern Ihnen die Details und Hintergründe. Und direkt für Ihr Unternehmen nutzbare und verständlich aufbereitete Prognosen und praxisrelevante Handlungsanweisungen.

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1) http://www.finews.ch/news/versicherungen/3286-das-militaer-als-kaderschule

Neue Klassik Metatrend

Der von trendquest im Jahr 2004 beschriebene Metatrend Neue Klassik beinhaltet eine seit ca. Beginn der 2000er Jahre in den ersten schwachen Signalen sichtbare neue Orientierung auf klassische Werte & Retrostilelemente. (siehe Studie)

Dieser Metatrend basiert auf dem Bedürfnis nach Stabilität, Orientierung und Sicherheit - in Folge auch ethischen Grundwerten und emotionaler Wärme. Dieses Bedürfnis äußert sich unter anderem in teils romantisierenden Interpretationen traditioneller Werte und Ideale bis Ideologien sowie in der Ausrichtung auf lokale bis regionale Werte und Aspekte sowie starken Gruppenbezug im Sozialverhalten.

Die soziokulturelle Abbildung zeigt sich somit in Form eines allgemeinen Retro-Trends, in der Alltagskultur mit romantisierenden Stilzitaten aus historischem Zeitraum (ca. 1880-1949) sowie der Zitat-Widerspiegelung im stilistisch verwandten 80er Jahre-Barock.

Der Metatrend Neue Klassik wird in seinem Haupteinfluss vermutlich eine Generation (20-25 Jahre) anhalten und sollte somit im Jahr 2025 allmählich auslaufen.

Details siehe Studien-Abstract zum Metatrend Neue Klassik.

 

 

 

Open Privacy

Megatrend Open Privacy – Die soziale Revolution und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
The Revolution will not be anonymous. Zwischen Open Source Privacy und ‚transparenter Privatsphäre‘.

Stichworte:
Menschen (Kunden, Zielgruppen, Mitarbeiter, Bürger) leben freiwillig gesteuerte Transparenz der eigenen Privatsphäre. Ebenfalls wird Transparenz erwartet von Unternehmen, Institutionen, Politik.
Vorteile für Wirtschaft, Kundenbindung, demokratische und soziale Stabilität. Fakten und Quellen, Charts, Bilder, wichtigste Statistiken.

Details
Die Menschen leben freiwillig eine (selbst gesteuerte) Transparenz der Privatsphäre. Gleichfalls wird eine ähnliche Transparenz von anderen erwartet - auch von Marken und Unternehmen, Institutionen und Politik.

Dieser Trend sorgt für neue positive Potentiale und Innovationen, bringt jedoch auch Konflikte durch gestiegenes Transparenzbedürfnis und Transparenz-Erwartungen auf beiden Seiten. Das Gegenüber sieht sich hohen Erwartungen ausgesetzt. Das jeweilige eigene Bedürfnis nach gesteuertem Schutz der eigenen Privatsphäre bzw. einer Privatsphäre-Transparenz wird zunehmend bewusst gepflegt.

Beispiele aus der Praxis (Branchen, Unternehmen, …)
Viel diskutierte Beispiele aus der Praxis,
positive bis turbulente bis negative:
SEMCO (transparente Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung), Google Streetview (Transparente Privatsphäre Ja/Nein), Frosta Blog, Minecraft, Revolution Ägypten (fscebook, twitter), XING & LinkedIN (Topmanager-Lebensläufe im Internet); Crowd Sourcing, Crowd Funding, Coworking Spaces, etc...
um nur einige der bekannteren Beispiele der jüngeren Zeit zu benennen.

 

Vorteile Open Privacy:

  • Kundenbindung für Unternehmen, umfassend und nachhaltig
  • Marken- und Produktgestaltung durch transparente Prozesse
  • Mitarbeiterbindung durch transparente Unternehmenskultur
  • Demokratie durch politische Transparenz
  • Sozialer gesellschaftlicher Zusammenhalt

 

trendquest bietet hierzu umfangreiches weiteres Material mit Bezug auf individuelle Branchen, Umsetzungsszenarien und Zielgruppen-Strategien. Jeweils mit starkem Praxisbezug.

Open Products

Der Megatrend Open Products und Open Source Products beinhaltet folgende Faktoren: Soziale Vernetzung sowie zunehmend hochwertigere Rapid-Prototyping-Technologien ("3D-Printer") ermöglichen die Produktion von Produkten des täglichen Gebrauchs wie auch technischer Geräte etc. (z.B. Auto) durch Kleinunternehmen und vernetzte Teams.

Produkte werden teils in Klenstserien modular hergestellt und sind stets individualisierbar.

Für herkömmliche Hersteller und Industrien entsteht teils Konkurrenz - im Wesentlichen jedoch auch komplett neue Märkte.

Produktbaupläne werden in P2P-FOren und ähnlichen Plattformen und Wegen gehandelt und getauscht. Hersteller-Unternehmen werden für einige Produkte "nur" noch die digitalen Baupläne verkaufen sowie ggf. Geräte und Grundmaterialien (z.B. für Rapid Prototyping produktionen die erforderlichen Granulate aus Metallen, Kunststoffen, etc.).
Produktopiraterie bekommt eine neue Wertstellung, da nun auch die Produkte selbst nahezu komplett digital gehandelt werden können.

Sharing Society

Wir statt ich - Gemeinsam sind wir stark - und leben günstiger. Die Mischung aus dem Bedürfnis nach Wir und einem Bedarf nach nachhaltig günstigem Konsums fördert Nutzung statt Besitz.

Gemeinsames Sharing, Leasing und Mieten von Produkten, Orten, Wissen etc. sind einige der Folgen und Effekte auf Wirtschaft bis Gesellschaft.

Social Cells

Trend zu Gruppen-Organisationen bei Konsumenten, Zielgruppen, Kultur- und Gesellschaftsgruppen. Die Trend-Gruppengrößen und deren Verhalten ist seitens trendquest voraussehbar. Die Trend-Formen können von trendquest mittels der eigenen Methodik dargestellt und prognostiziert werden.

Social Sells

Soziale Grundwerte als Verkaufsgrundlage

Marketing ändert sich. Trends gehen in Richtung sozialer Marketingaspekte. Was Bezug nimmt zum eigenen engeren oder weiteren sozialen Umfeld, gilt oft als glaubwürdiger oder entwickelt eine gewisse soziale Gravitation.

Bis dato in der Industriegesellschaft genutzte klassische oft eher einkanalige Arten des Marketings werden zunehmend weniger akzeptiert.

Soziale Grundwerte werden sogar erst zur Verkaufsgrundlage.
Und der soziale Kommunikationsaspekt im Marketing erhält durch schnelle Kommunikationskanäle (Internet, Mobil) ein stärkeres Gewicht.

Neue Modelle entstehen oder leben erneut auf:

Empfehlungs-Marketing - Word of Mouth-Marketing

Trend-Hintergründe, Experten-Gespräch

Eine relativ neue Disziplin im Marketing, die ein uraltes menschliches Prinzip nutzt – die persönliche Empfehlung und das Weitererzählen – ist das „Word of Mouth Marketing“ – ein uraltes soziales Prinzip.

Zwar immer schon der Motor in der Werbung – eine gute Anzeige und ein guter Werbespot sorgen nebenbei auch fürs Weiterverbreiten der Werbebotschaft – war die durch die Zielgruppe erfolgende Weiterempfehlung im Marketing doch bis vor Kurzem eher als gewisse Selbstverständlichkeit in die klassische Werbung integriert. Man erwartete einfach, dass die Kunden die Werbebotschaft gut finden und nebenbei auch kommunizieren.

Heute beinhalten nahezu sämtliche Medien und Lebensräume, ob draußen oder zuhause, auch die allen bekannte klassische Werbung. Viele Medien finanzieren sich hierdurch zu großen Teilen. Doch wie reagieren Menschen bei zuviel Einflüssen von außen? Sie blenden unbewusst alles aus, das sie nicht interessiert oder direkt und persönlich betrifft.

Das ist die Krux der klassischen Werbung: Das Medienangebot ist gewachsen, die Konkurrenz ebenso, in Folge wiederum wurde noch mehr in noch mehr Medien und Umfeldern geworben – und alles hat sich soweit hochgeschaukelt, dass Werbung zwar zur Alltagskultur dazugehört aber auch vielfach als einfaches „Hintergrundrauschen“ wahrgenommen wird. Sie verschwindet und wird zu einer gewissen unterhaltsamen kulturellen „Tapete“. Denn wir Menschen sind schon biologisch-vorbedingt so veranlagt, dass wir regelmäßige Sinneseindrücke – das Hintergrundrauschen – nach einer gewissen Zeit ausblenden. Folglich gab es bei der klassischen Werbung natürlich bedingt starke Verluste in Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit.

Was liegt also näher, als den Kern der Werbewirkung zu isolieren?

Das Verhalten, eine als gut empfundene Marke weiterzuempfehlen (oder von einer negativ empfundenen abzuraten), ist ein wichtiger Faktor, der auf menschlichen Urbedürfnissen und gruppendynamischen Prozessen aufsetzt.

Und hier findet sich der Ansatz für das Empfehlungsmarketing bzw. internationalisiert „Word of Mouth“-Marketing – es wird zu einem wachsend wichtigen Faktor.

Wir haben in diesem Zusammenhang mit einem massiven Umbruch in der Werbebranche zu rechnen. Denn nicht alle der klassischen Werbe- und Marketingdienstleister können auf Anhieb „Word of Mouth“ anbieten – auch wenn der Markt einen Wandel zu neuen Prinzipien und Kanälen mit zunehmendem Druck erfordert.

Erstaunlich dabei: In Deutschland und Europa sind die Dienstleister mit professionellem Know-how und erfolgreichem „Word of Mouth“-Marketing noch an einer Hand abzuzählen.

Wie erfolgreich ist „WOM“ gegenüber der klassischen Werbung? Sehr.

Messzahlen zeigen gravierende Unterschiede mit bis zu 90% Erfolgsquote im WOM gegenüber ca. 30% bei der klassischen Werbung. Dabei ist das Prinzip eigentlich logisch: Was persönlich ausprobiert und aus dem Freundes- und Bekanntenkreis empfohlen wird, das wird auch als wertvoller empfunden und eher gekauft: Neue Produkte werden von interessierten Kunden bei den WOM-Marketing-Anbietern zum Test angefordert und bei Zufriedenheit weiterempfohlen.

Das sogenannte „Pull“-Prinzip, bei dem der Kunde die Markenbotschaft zu sich heranzieht („pullt“), ist der innovative und kommunikative Gegensatz zum „Push“ der klassischen Werbung, die ihre Botschaft in den Markt sendet und sogar „drückt“.

Die größere Verwandschaft zur "biologischen“ natürlichen wechselseitigen Kommunikation macht Word-of-Mouth-Marketing zu einer der Branchen, die krisensicher und zukunftsfähig sind.

Kommunikation und Zusammenhalt in der eigenen Gruppe

Grade in turbulenten Zeiten des Wandels, wie wir sie heute erleben - und auch in den kommenden Jahren erleben werden - haben die Menschen ein Bedürfnis nach Echtheit und Glaubwürdigkeit sowie dem Zusammenhalt in der eigenen Gruppe.

Wir erkennen diese sozial nachhaltige Neuorientierung als starken Anteil im Metatrend Neue Klassik, der dies umfassende Bedürfnis der Menschen nach Werten, Tradition, Authentizität und Ethik verbunden mit Streben nach Sicherheit, Glaubwürdigkeit und Gruppenzusammenhalt definiert.

trendquest schätzt diesen Hintergrund-Trend als sehr nachhaltig ein mit zeitlichen Auswirkungen weit über das nächste Jahrzehnt hinaus.

So setzt das Word-of-Mouth-Marketing genau an diesen sozioökonomischen Schnittstellen an. Denn durch die persönliche Empfehlung werden diese grundlegenden Bedürfnisse weit eher erfüllt als durch eine anonymere lineare Aussendung einer herkömmlichen Werbebotschaft.

Auch wenn die grundlegende Fragestellung folglich klar ist, stellen sich doch einige Fragen zur Zukunft des Marketings im Detail: Wo geht es in den kommenden Jahren hin mit „Word of Mouth“, welche näheren Trends haben wir zu erwarten? Und wie weit wird Empfehlungsmarketing sich in den Folgejahren ausweiten?


Im Rahmen der trendquest-Experten-Gespräche sprach trendquest mit Torsten Panzer, Managing Director von Buzzer Germany. Das Gespräch führte Walter Matthias Kunze, CEO trendquest.
Lesen Sie hier im trendquest-Blog das Experten-Gespräch mit Torsten Panzer.

Social Value

Social Value berücksichtigt Soziale Werte-Kompetenz in Gesellschaften, Gruppen und Gemeinschaften: Soziale Grundwerte, Sozialkompetenz und Gruppenbewusstsein erhalten zunehmend Gewicht.

Die Gesellschaft entwickelt sich zur Gruppengesellschaft.

 

Spiritual Values

Spiritualisierung von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft.

Menschen legen zunehmend Wert auf Sinn, Werte und integrative Verbindungen. "Die Summe ist mehr als die Einzelteile" wird auch auf Gesamtaspekte übertragen. Das von Descartes bestimmte mechanistische Bild des Menschen, der Biologie und Natur gilt als überholt.

Stichworte: Ethik, Heilkunst, Homöopathie, Meditation, Nachhaltigkeit, Weibliche Prinzipien, Sinnsuche, Spiritualität, Placebo, Quantenphysik, Wellness, Werte, etc.

Nebeneffekte:
Religiöse Überzeugungen überlagern oder verschieben Fakten, z.B. religiös bedingter Kreationismus vs Evolutionswissenschaft.

Verlage Medien +

Wer liest denn in 10 Jahren noch Bücher? - Verlage Medien +

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Kaum eine Branche erlebt derart starke Veränderungen wie die der Verlags- und Medien-Häuser sowie Medien-Produktionen und die mit all diesen zusammenhängenden Unternehmungen und Marktbereiche. Digital Print ersetzt analoge Druckprodukte. Für alle Ebenen der Wirtschafts- und Branchenkette bis in einzelne Geschäftsbereiche und Produkte sind die Auswirkungen des digitalen Megatrends spürbar.

Was bedeutet dies z.B. für Ihre eigene Branche oder Ihr Geschäftsmodell? Auswirkungen einer Trend-Kette - hier für Sie einige Beispiele betroffener Bereiche:

  • Print-Medien
  • Neue Verlagsmodelle
  • Neue Urheberrechte und Autoren-Modelle
  • Rohstoffproduktion und -Handel
  • Mehr Lesegeräte = mehr Kunststoffe statt biolog. abbaubaren Papiers
  • Logistik: veränderte Papiernachfrage verändert Transportwege
  • Verändertes Verkehrsaufkommen
    • Wirkung auf Energieverbrauch und Infrastrukturen
  • Druckerei-Branche - vom Drucker zur Software- und App-Produktion
  • Vertrieb: Digital zum Download statt analog gedruckt
    • Buchhandel und Zeitschriften
      • Post und Zeitschriftenausträger
      • Einzel-Kioske
      • ...

...um nur einige der Einzeltrends und handfesten Praxisfaktoren für Unternehmen, Marketing und Branchen zu nennen.

Ist bald jeder ein Autor? Wer braucht noch Verlage? Gibt es Bücher bald nur noch als App? Der Wandel in der Verlags- und Medien-Branche ist gewaltig und will aktiv genutzt und entwickelt werden.

trendquest bereitet seine Kunden intensivst vor auf kommende Aufgaben und Herausforderungen in diesem Markt, recherchiert und analysiert - und schafft Innovations- und Lösungsmodelle:

  • Neue Zielgruppen oder andere Zielgruppen-Präferenzen
  • Markt-Trends
  • Marketing-Trends
  • Business Realignment
    • Findung und Evaluierung neuer Produkte
    • Findung und Evaluierung neuer Geschäftsmodelle
  • Innovations-Prozesse
  • Partner- und Mitarbeiter-Trend-Workshops
  • ... bis hin zu weiteren Details und Einzeltrends

Für unsere Verlags- und Medien-Kunden liefern wir Antworten auf Fragen zur Zukunft von Märkten und Marketing, zu Trends bei Zielgruppen, Produkten und Technologien.

Je nach Anforderung stellen wir eigens für den Kunden individuelle Fach-Teams zusammen, die teils auch als Inhouse-Innovators und Strategie-Entwickler vor Ort beim Kunden aktiv sind. Ergänzend hierzu bietet trendquest eigene Workshops und Seminare.

Unsere Leistungen geben Kunden Vorteil und Markt-Fortschritt auf breiter Ebene. Hierbei legen wir höchsten Wert auf leichte und wirksame Umsetzbarkeit in der Praxis Ihres Unternehmens.

 

Workshop-Reihe: ZukunftsFrühstück Verlage & Medien

Eine eigene Institution ist mittlerweile das von trendquest gemeinsam mit Heinold, Spiller & Partner veranstaltete ZukunftsFrühstück Verlage & Medien. Hier diskutieren und netzwerken Fachleute aus der Branche gemeinsam mit Trend-Experten und Teilnehmern zu den zukünftigen Entwicklungen.

Themen des ZukunftsFrühstück Verlage & Medien unter anderem: Wandel an den Märkten durch iPad, Kindle und Co., Verhältnis Medien/Kunden in den nächsten 10 Jahren bis hin zu kommenden Trends für Produkte und Medienkanäle und dem daraus folgenden Bedarf an Innovationen und Transformationen.

Verifizierte Prognosen

In unseren Prognosen weisen wir auf positive oder negative Potentiale und Chancen für die betroffene Thematik hin. Wir schildern die dementsprechenden Auswirkungen basierend auf Recherchen, Umfragen, Analysen und Fakten.

Die Ausarbeitung der Prognosen als Studien fokussiert dabei jeweils konsequent auch die praktische Umsetzbarkeit der Erkenntnisse für Wirtschaft und Gesellschaft.

Viele der hier genannten Einzelprognosen wurden von trendquest bereits 2004 in der umfassennde Trendstudie "Metatrend Neue Klassik" zusammengefasst.